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By Michael Schwab-Trapp

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Stellungnahmen führender Akteure der politischen Öffentlichkeit für oder gegen eine deutsche Beteiligung an militärischen Interventionen, das Verhältnis von Legitimität und Krieg sowie die politische Kultur Deutschlands und deren Wandel. Ihre Rekonstruktion verfolgt drei Ziele: Sie zielt erstens auf die Fortentwicklung der Theorie politischer Kultur und ihres Wandels durch die Entwicklung eines allgemeinen diskursanalytischen Modells für die examine öffentlicher Auseinandersetzungen, erarbeitet zweitens methodische Instrumente für eine examine solcher Auseinandersetzungen und versucht drittens, Kontinuität und Wandel der deutschen politischen Kultur empirisch zu bestimmen. Politische Kultur wird zu diesem Zweck als ein historisch gewachsenes Ensemble politischer Diskurse bestimmt, das in öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen politisch-kulturellen Eliten erzeugt und verändert wird, in denen die Akteure dieser Auseinandersetzungen um die Legitimität ihrer Handlungen und Deutungsangebote ringen. Die politische Kultur des Krieges umfasst in dieser Perspektive ein process von Bedeutungen, das in öffentlichen Auseinandersetzungen produziert und zur Interpretation kriegerischer Aktionsmacht benutzt wird.

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer e-book data mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Statistik in Handels- und Industriebetrieben

Die vorliegende Broschure erscheint hiermit als zweite, erweiterte Auflage. Jeder Betriebsangehorige, der fur das Wirtschaftsgeschehen in seinem Bereich verantwortlich ist, wird Tag fur Tag vor neue wirtschaftliche und organisatorische Aufgaben gestellt. Diese mannigfaltigen und immer wieder neu auftretenden Aufgaben erwachsen aus der standigen Umgruppierung der im Betrieb und in den Unternehmungen wirkenden Krafte, aus der wechselnden Leistung der dort tatigen Menschen, aus der Anderung ihrer verstandesmassigen und seelischen Einstellung zu den Vorgangen im Betrieb; sie erwachsen aber auch aus den Bin dungen des Betriebes und der Unternehmung an den Beschaffungs- und Absatz markt und aus dem Zusammenarbeiten mit gleichgearteten Unternehmungen und Betrieben sowie mit Hilfsbetrieben.

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Aus diesem Grund begrenze ich den Begriff der politischen Praxis anders als den Begriff der diskursiven Praxis, der in den folgenden Unterkapiteln ausfuhrlieh behandelt und in verschiedene Unterkategorien ausdifferenziert wird, auch bewusst auf eine einfache Untergliederung, die sich auf die elementare Unterscheidung zwischen dem Reden über Sachverhalte und dem Herstellen solcher Sachverhalte durch politisches Handeln beschränkt. Für eine Analyse öffentlicher Auseinandersetzungen, die ihre Daten ausschließlich aus der veröffentlichten Darstellung politischer Ereignisse und Handlungen bezieht und der es bei ihrer Analyse primär um die Rekonstruktion der Herstellung kollektiv mehr oder weniger geteilter Bedeutungen geht, ist diese Untergliederung ausreichend.

Sie sind mit den anderen Oppositionsparteien Träger eines Diskurses, der sich dem Regierungsdiskurs entgegenstellt. Dieser oppositionelle Diskurs ist ein integraler Bestandteil der Struktur des politischen Feldes.

Die diskursive Praxis besteht dagegen im wesentlichen aus Konventionen der Produktion und Interpretation von Texten. Texte schließlich sind konkrete Manifestationen der diskursiven Praxis. Sie bilden die elementaren Bausteine, aus denen sich die diskursive Praxis zusammensetzt. Diese drei Dimensionen existieren nach Fairclough nicht neben- oder unabhängig voneinander. Zwischen ihnen bestehen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten. Sie formieren und bestimmen sich gegenseitig. So bestimmt zum Beispiel die soziale Praxis ebenso die diskursive Praxis, wie sie selbst durch die diskursive Praxis mitbestimmt und geformt wird.

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