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By Dr. rer. nat. Hans v. Rudloff (auth.)

Zu Beginn der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zeichneten sich im großräumigen Ablauf des Witterungsgeschehens in Europa Vorgänge ab, die uns vor die Frage stellten: Ändert sich unser Klima, oder erleben wir Erscheinungen, die auch in früheren Jahrhunderten auftraten? Sind die "Atom-Versuche" in irgend einer Weise an etwaigen Änderungen beteiligt? In welchem Rahmen müssen wir die jüngsten Ereignisse betrachten? Nach einer Periode gesteigerter Zirkulation und relativ geringer Temperaturschwan­ kungen brachten gegen Ende dieser Epoche die zwanziger Jahre sowie die folgenden Zeiträume vor allem den polnäheren Gebieten eine markante Erwärmung. Zahlreiche Arbeiten behandelten diese Milderung des Klimas und die daraus folgenden Ereig­ nisse wie die Gletscherrückgänge, die Eisabnahme in den nördlichen Gewässern, die Auswirkungen auf die Pflanzen- und die Tierwelt. Die vierziger Jahre mit ihren häufigeren trockenen und heißen Sommern einerseits und strengeren Wintern andrerseits, mit zeitigen Frühjahren und langen Herbsten dehnten die Vegetations­ periode aus. Davon profitierten besonders die nördliehen und die hochgelegenen Zonen. Aber diese Vorgänge im Klimageschehen verleiteten manehen oberflächlichen Betrachter zu der verfrühten Schlußfolgerung, unser Klima gehe einer allmählichen Versteppung entgegen. Insbesondere in den Jahren 1947 und 1949 mit ihren heißen Sommern erschienen in Tagespresse und Zeitschriften häufig solche, dem "Augen­ bliek" zuzuschreibenden Berichte. Mit den fünfziger Jahren setzte eine merkliche Abnahme dieser "Kontinentalität" ein. Obwohl guy immer noch absolute Höchstwerte zur warmen und gelegentlich auch zur trockenen Seite hin verbuchte, mehrten sich die Fälle niederschlagsreicher Sommer, verzögerter Frühjahre und schneereicher Winter.

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Kontinentweite oder gar weltweite Koppelungen sind nicht selten die Folge eines lneinandpl"greiff'ns der "Zirkulationsräder". Große Gebiete mit negativer Höhenanomalip über Alaska erzeugen Höhen-Hoehdruckkeile über dem Atlantik. ' blockierende Hoch über den Britischen Inseln und Skandinavien Kaltlnftvorstößp nach Mitteleuropa. Liegt aber der Schwerpunkt der polaren Kaltluft über dPlll eurasischen Kontinent, so kommt es in Mitteleuropa zu einer gesteigerten Zonalzirkulation [489]. 8. Ramaff" [481], G.

A. [321,323,324,325,326; 334; 357; 369]). Anstrich und Art des Niederschlagsmessers sind nicht ohne Einfluß auf die Messungen. Die sonst übliche horizontale Auffangfläche liefert r322] zu geringe Meß-Ergebnisse. Der Meßfehler wächst dabei mit der Hangneigung. Da man an den unzugänglichen Stellen im Gebirge, besonders im hochalpinen Gelände, keine täglichen Messungen durchführen kann, richtete man dort sogenannte "Totalisatoren" (= Niederschlagssammler) ein. Diese werden in größeren Zeitabständen geleert.

Weinert [500] fand einen maximalen Transport einerseits im Januar, andrerseits im Frühsommer. Minimale Transporte sollen im April und Mai sowie im Oktober und November auftreten. P. Gmen [468] erwähnt eülPn Rinfluß erhöhter Golfstromtemperaturen auf die mitteleuropäischen \Vinkr und z\\ar im Sinne von strengeren Wintern. In seiner Arbeit über die barische Vorbpreitung strenger und milder Winter in Europa schreibt M. 'reiche - von Südwesten hpr sich zum Kontinent hin auswirken. Sie begünstigen einen Blockierungseffekt im Raume der Britischen Inseln, der einer Ausbildung kontinentaler Kältepcriodpn förderlich ist.

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